Historie

wie alles begann...

über diese Seite wollen wir in sporadischen Abständen über die Geschichte der ehemaligen Centralhalle berichten und Sie über unsere recherchierten Materialien dazu informieren.

Leider ist es uns nicht gelungen, die "Centralhalle" zu erwerben, als sie noch intakt war.

Unsere Bemühungen, das Objekt zu kaufen, wurden bereits 1994 mit der Begründung gestoppt, dass die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt seien.

 

Trotzdem ließ uns der Traum vom Ausbau dieses bereits seit Anfang 1900 beliebten Ausflugs- und Tanzlokals nicht los.

 

Allerdings gelang es uns erst im Jahr 2002 , über das Bundesvermögensamt, das Objekt zu ersteigern.

Leider mußten wir aber nun aufgrund der teilweise starken Baufälligkeit der gesamten Bausubstanz die komplette alte Gaststätte, die kompletten Nebengebäude, das Saaldach sowie die beiden Kolonnaden abreißen. 

 

Unser Plan war, einen Platz vornehmlich für Radwanderer und Radtouristen mit Gastronomie, Kulturangeboten, Übernachtung, Fahrradverleih und Fahrradreparaturen zu schaffen. 

Da wir durch den 2004 geplanten Bau der Verbindung über die Cröbernsche Strasse zum Markkleeberger und Störmthaler See mitten im Zentrum unserer vier umliegenden Seen an einer Radwegkreuzung liegen würden, wurde auch unser damaliges Konzept sehr gut angenommen und eine Finanzierung stand positiv in Aussicht.

Nur : Es entwickelte sich der Bau dieser West-Ost- oder Ost-West-Verbindung nicht, denn der Bau der Brücke über die B2/B95 wurde immer wieder verschoben....und damit war auch unsere Finanzierungszusage zunichte.

Zahlreiche Finanzierungsanfragen, Konzept- und Projektänderungen machte unsere Arbeit in den Folgejahren aus, leider ohne das gewünschte Ergebnis.

Da alle Bemühungen für eine Finanzierung bis dahin erfolglos blieben, entschlossen wir uns, trotz der Aussicht auf eine lange und zähe Aufbauzeit, den baufälligen Teil abzureissen und Erhaltenswürdiges, an die ehemalige "Centralhalle Gaschwitz" Erinnerndes wieder aufzubauen und Schritt für Schritt dennoch unser Ziel, wie oben genannt, Radlertreff, Gastronomie und kulturelle Veranstaltungen, zu realisieren. Kleinere Reparaturen an Fahrrädern bei Pannen führen wir bereits von Beginn an durch, nur mit den Übernachtungsmöglichkeiten wird es wohl noch eine Weile dauern und mit dem Radverleih sicher ebenso.

alte Zentralhalle in Gaschwitz

Leider gibt es bei den einschlägigen Behörden wie Bauämtern, Katasterämtern, Liegenschaftsämtern etc. sehr wenig Material. Und es reicht lt. Liegenschaftsamt nur bis max. 1847 zurück.

Meine ältesten Unterlagen sind Bauanträge aus dem Jahr 1882 zum Anbau einer "Musikmuschel" an den damals nur 14,50 m langen Saal. Ebenso liegen mir Bauanträge und Liegenschaftseintragungen zum Anbau der Kolonnaden vor, welche alleerdings sehr verschlissen sind und noch entziffert werden müssen. 

Bis heute konnte ich leider nicht recherchieren, wann die Grundsteinlegung war und ob Gaststätte und Saal zum gleichen Zeitpunkt errichtet wurden.

 

Meine Bemühungen diesbezüglich will ich aber entsprechend meines Zeitrahmens verstärken, da die Geschichte unseres Radlerhofes nunmal auf der Geschichte der "Centralhalle Gaschwitz" (nicht zu verwechseln mit "Centralhalle Leipzig" !!!!!  ) basiert und diese bis zu unserer Übernahme eine sehr bewegte und interessante Historie hatte.

Für Unterstützung mit Foto- oder sonstigem Archivmaterial bin ich sehr dankbar. Selbst Einsichten in Unterlagen, welche nicht kopiert oder gescannt werden können, würden mir sicher weiterhelfen.

Interessante Unterlagen werden auch als Bild hier erscheinen, um die Geschichte der CH immer deutlicher werden zu lassen.


Nachtrag vom 22.09.2014:

Mit Hilfe eines sehr engagierten Gastes unseres Radlerhofes und der Unterstützung der Mitarbeiterin eines Bauarchives sind uns ein paar sehr interessante und aufschlußreiche Dokumente zur Verfügung gestellt worden, über die wir demnächst ausführlicher berichten werden.
Wir können mit diesen Erkenntnissen sicher eine große Wissenslücke in der Historie schließen und die vielfältigen Baumaßnahmen, Pleiten, Pech und Pannen sowie Eigentümer- und Nutzungsart- Wechsel recht gut und mit autentischen Unterlagen belegt aufzeigen.
Seien Sie gespannt, wie es mal war...
Nachtrag vom Oktober 2016
Der Bau der Brücke über die B2/B95 schreitet voran.
Mit geplanter Fertigstellung der Brücke in der ersten Jahreshälfte 2017 entsteht somit eine wichtige Ost-West-Verbindung in Markkleeberg für Fußgänger, Radfahrer, Rettungs- und Bewirtschaftungsfahrzeuge. 
!!! Die Brücke ist im Übrigen nicht einmal 200 Meter vom Radlerhof entfernt erreichbar !!!



Unsere Fassade nimmt Gestalt an. 

Bis zur nächsten Ergänzung verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Herbert Reuter